English version below

_ 24. Oktober bis 7. Dezember 2013

Soft FocusΛ top

Siegfried Kreitner
Stephan Ehrenhofer 

Soft_Focus

dr. julius | ap zeigt ab dem 24. Oktober 2013 die Ausstellung „soft focus” mit Arbeiten der Künstler Siegfried Kreitner und Stephan Ehrenhofer. Der Titel nimmt Bezug auf ihre sehr unterschiedlichen künstlerischen Ansätze, die in einer gemeinsamen Ausstellung umso spannungsreichere Beziehungen aufbauen.

„Grundelemente der künstlerischen Auseinandersetzung Siegfried Kreitners sind die Parameter Form, Bewegung, Zeit, Raum und aktuell verstärkt Farbe. Kreitner baut Stelen, Säulen, Würfel und neuerdings auch flache Quader und kleinere Zylinder aus Aluminium, Edelstahl, Plexiglas, Neonröhren und Elektromotoren, die auf geometrischen Grundflächen basierend, ein komplexes System von mechanischen Bewegungen darstellen. Alle Grundflächen beruhen auf mathematischen Formen wie Rechteck, Quader oder Kreis und strahlen Exaktheit und Präzision aus.
Trotz der geradezu staubfrei umgesetzten technischen Konstruktionen, die Siegfried Kreitner in mühevoller Arbeit an der Drehbank selbst ausführt, wirken seine Arbeiten weder steril noch kalt. Siegfried Kreitner verbindet die perfekt konstruierte Technik mit klaren geometrischen Formen, kühlem Neonlicht und minimalen Bewegungen zu Skulpturen, die trotz ihres an sich Artifiziellen, einen Hauch des Lebens ausstrahlen.“ [Anjalie Chaubal, M.A.; Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham]

„Der Schlüssel zum Verständnis des inneren Zusammenhangs aller künstlerischen Werke von Stephan Ehrenhofer liegt in seiner Arbeit in der Meisterklasse für Tapisserie im Rahmen seines Kunststudiums an der Hochschule für angewandte Künste Wien. Die Auseinandersetzung mit den tradierten Techniken, handwerklichen Charakteristika und bilderzeugenden Methoden der Bildwirkerei mit dem Ziel, diese in Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunst zu überführen, bestimmt auf all den vielfältigen Arbeitsfeldern und in den unterschiedlichsten Werkgruppen seines mittlerweile im dritten Jahrzehnt andauernden künstlerischen Schaffens das Grundrepertoire seines produktiven Suchens.
Es geht ihm darum, nach vorab entwickeltem Konzept und daraus entworfenem Plan dem Wesentlichen seiner Auseinandersetzung Form zu geben: Mit unterschiedlichsten Werkstoffen, durch materialschlüssige Verbindungen und daraus abgeleiteten konstruktiven Verknüpfungen Arbeiten und Werkgruppen, zu erschaffen, an deren jeweiligen Erscheinungsformen sich seine weiteren Themen, wie das Zusammenspiel von Farbe und Farbraum, von Strukturen und Ordnungen sowie deren Brüche und Widersprüche, erkennen lassen. Dies schließt unmittelbar ein, dass seine Arbeiten stets vollkommen aus sich selbst und ihrer inneren, konzeptuell entwickelten Logik heraus entstehen und daher frei sind von jedweder Gegenständlichkeit, von Symbolismen oder Expression.“ [Matthias Seidel, dr. julius | ap]

Beide Künstler wurden in diesem Jahr von dr. julius | ap bereits auf der Kunstmesse the-solo-project, die parallel zur Art Basel im Juni dort stattfand, gemeinsam und erfolgreich gezeigt.

 

soft focus

Siegfried Kreitner
Stephan Ehrenhofer

Eröffnung Donnerstag, 24. Oktober 2013, 19 – 22 h
Ausstellung bis Samstag, 7. Dezember 2013
Geöffnet Do – Sa 15 – 19 Uhr sowie nach Absprache

 

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin
S-Bahn Südkreuz + Julius-Leber-Brücke, Bus 106 + 204 bis Leuthener Straße

 

 

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_ October 24 through December 7, 2013

soft focusΛ top

Siegfried Kreitner
Stephan Ehrenhofer

 

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On Thursday, October 24, 2013, the exhibition “soft focus“ featuring work by the artists Siegfried Kreitner and Stephan Ehrenhofer will be opened at dr. julius | ap. The title refers to their very different artistic approaches that at the same time create exciting relationships in a joint exhibition.

“Siegfried Kreitner’s artistic exploration is based on the parameters of form, movement, time, space, and color, which has come to play an increasing role in his work. Kreitner builds steles, columns, cubes and, recently, flat squares and small cylinders from aluminum, stainless steel, Plexiglas, neon tubes and electric motors, which represent a complex system of mechanical movement based on geometric shapes. All of the shapes are based on mathematical forms such as the rectangle, square, or circle and exude exactness and precision.
Despite the positively dust-free execution of the technical constructions, which Siegfried Kreitner laboriously crafts on a lathe, the effect of his pieces is neither sterile nor cold. Kreitner combines a perfectly engineered use of precise geometric forms, cool neon light and minimal motion in sculptures which breathe with life despite the fact that they are by definition artificial.“
[Anjalie Chaubal, M.A.; Director of the City Gallery Cordonhaus Cham]

“The key to understanding the inner relationships in all of Stephan Ehrenhofer’s artistic activities is to be found in his work in the master class for tapestry in the context of his art studies at the Academy for Applied Arts in Vienna. The engagement with the time-honoured techniques, handicraft characteristics and image-forming methods of tapestry-making, with the aim of carrying this form of expression over into contemporary art, determines – in all the multifaceted fields of his activity and the most diverse groups of work in nearly three decades of continuous artistic production – the basic repertoire of his creative searching.
For him it is a question, according to a predetermined concept and its resulting plan, of giving form to the essence of his engagement: to create, using the most varied of materials, with their inherent connections and the combinations derived from them, works and groups of work, in whose respective manifestations his other themes, such as the interaction of colour and colour space, structures and systems, as well as their ruptures and contradictions, may be identified. This immediately implies that his works always evolve entirely out of themselves and their inner, conceptually developed logic, and hence are free of any trace of representation, of symbolism or expression.“
[Matthias Seidel, dr. julius | ap]

Both artists have already been shown together successfully by dr. julius | ap at this year‘s edition of the the-solo-project art fair, parallel with Art Basel in June.

 

soft focus

Siegfried Kreitner
Stephan Ehrenhofer

Opening Thursday, October 24, 2013, 7 – 10 p.m.
Exhibition through Saturday, December 7, 2013
Open Thu – Sat 3 – 7 p.m. and by appointment

 

dr. julius | ap
Leberstrasse 60
10829 Berlin
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

English version below

 

dr. julius | ap zeigt vom 6. bis 27. Oktober im Plattenpalast, Wolliner Straße 50, Berlin-MitteΛ top

Annett Zinsmeister

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Container Project Installation, Container 6 [li], Container 11, 2009/10


Annett Zinsmeister arbeitet mit Raum und Architektur, mit vorgefundenen Strukturen und Elementen [Modulen], die sie aus herkömmlichen Kontexten löst und zu neuen Räumen und Kompositionen zusammenfügt. Dekonstruktion und Rekombination, Decodierung und Re-programmierung, Strukturalismus und Appropriation sind einige ihrer Strategien.

Die Untersuchung von Wahrnehmungsprozessen, sozialer Interaktion, Kommunikation und die Transformation urbaner Räume, sowie die Auseinandersetzung mit Utopien und dem Identitätsgehalt von Architektur sind zentrale Themen in ihrem künstlerischen Werk. Ihre raumbezogenenen Arbeiten eröffnen neue Perspektiven auf unspezifische, verlassene Orte und initiieren Prozesse urbaner Interventionen und Transformationen. Zinsmeisters Installationen fordern unsere Wahrnehmung heraus und legen den Antagonismus unserer sozialen und gebauten Umwelt offen.

In der Einzelausstellung im Plattenpalast werden u.a. Auszüge aus dem Containerprojekt gezeigt:

Das Containerprojekt fragt nach der Ortlosigkeit und Eigenschaften von Architektur im urbanen Raum. Was bedeutet räumliche Identifikation und Heimat in einer globalisierten Welt, die durch ein Höchstmaß an Flexibilität und Austauschbarkeit geprägt ist? Der Container verkörpert den globalen Transfer und Austausch von Gütern, Kultur und Informationen und eine ortlose und unspezifische Architektur par excellence.

Die Arbeit beinhaltet fotografische Dokumente urbaner Fassadenelemente aus verschiedenen Ländern, die zu neuen virtuellen Räumen zusammengebaut werden. Diese virtuellen Räume sind Einstülpungen von unterschiedlichen Fassaden in den Innenraum eines Containers, der als normierter, temporärer Speicher keinen Ort hat und in den unterschiedlichsten Städten, Ländern, Kontinenten in Erscheinung tritt.

 

Eröffnung Sonntag, 6. Oktober 2013, 15 – 18 Uhr
Ausstellung bis 27. Oktober 2013  

Geöffnet immer sonntags 15 – 18 Uhr und nach Absprache
ww@wh-arch.de · 030 400 567 40 · www.plattenpalast.de
info @dr-julius.de · 030 243 743 49 · www.dr-julius.de

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Plattenpalast




Plattenpalast
Wolliner Straße 50
D–10435 Berlin

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dr. julius | ap presents in cooperation with Plattenpalast, Wolliner Strasse 50, Berlin-Mitte:

Annett ZinsmeisterΛ top

Annett Zinsmeister works with space and architecture, with found structures and elements [modules], which she takes out of traditional contexts and combines them into new spaces and compositions. Deconstruction and recombination, decoding and re-programming, structuralism and appropriation are some of her strategies.

Recurring fundamentals in her oeuvre are the analysis, use and creation of modular principles, multiples, structures, patterns; and themes referring to the search for identity and utopian ideas, social interaction, communication, and the transformation of urban space. Her work opens new perspectives on unrevealed potentials of disputatious and abondened spaces and initiates processes of urban interventions and transformations.

The solo exhibition at Plattenpalast will feature excerpts from the Container project:

What is the meaning of spatial identification and home in a globalised world shaped by maximum flexibility and exchangeability? The container embodies the global transfer and exchange of goods, culture and information, and a placeless and non-specific architecture par excellence. The work includes documents/cuttings of urban facade elements that were photographed in different countries and are now put together to form new virtual spaces. These virtual spaces are invaginations of very different facades in the interior of a container that, as standard, temporary storage spaces has no specific location and appears in different cities, countries, and continents.

Opening Sunday, October 6, 2013, 3 - 6 pm
Exhibition through October 27, 2013  

Open on Sundays, 3 - 6 pm and by appointment
ww@wh-arch.de · 030 400 567 40 · www.plattenpalast.de
info@dr-julius.de · 030 243 743 49 · www.dr-julius.de

Plattenpalast
Wolliner Strasse 50
D–10435 Berlin

 

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_ September 12 through October 19, 2013

Douglas Allsop - AnschauungenΛ top

 

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Douglas Allsop - 931 round holes, square pitch, 2008. Lithographic film, 20,05 x 35 cm

Next Saturday, October 19, 2013, the exhibition „Anschauungen“, showing work by British artist Douglas Allsop will end. The title refers to the artist’s interest in the viewer’s perceptive process and its interaction with his work: “I am interested in the thought that while we are looking at this vertical mark moving across a surface, it might also be looking at us. In other words I am interested in a form of communication. It may be unstated but at a certain point you become aware, as you are watching, that you are also being watched.1
Allsop’s concerns as an artist can be summarised as reflection, repetition and serial development. Using a restricted number of materials and geometric forms, he has designed site-specific works that act in relation to the space of their environment and conceives this relationship between work and space as a process of either interrupting, editing, screening or framing of architectural surrounding. He points out that “Questions of space, reflection, symmetry, geometry and repetition have occupied me for many years. Working with minimal forms, I make installations which interact with the architectural space of their specific location. To achieve this, I have worked in several media but most recently with cast acrylic sheet [the ‘Reflective Editor’ series], constructed screens [the ‘Blind Screen’ series] and photography [the ‘Fast Surface’ series].”
Thus he offers the viewer a unique opportunity to consciously experience his personal perception of the artwork, the surrounding space and the process of looking at them. ““My approach as always is”, Allsop states, “to design the installation in advance working with architectural drawings of the actual space. In this sense the design of the show is an integral part of the work itself. Not only the positioning of the works in relation to each other, but also the ways in which they reflect, edit and cut into ‘real’ space is of paramount importance to me.”
Allsop has frequently exhibited throughout Europe since the 1960s, with a particular focus on Germany. His work has received a high degree of exposure and recognition through public museums, Kunstvereine [independent art associations], Stiftungen [civic art foundations] as well as commercial galleries. Of note was a major retrospective that ran simultaneously in two museums, the Städtisches Museum, Gelsenkirchen and Emschertal Museum, Herne 2001. In parallel to his practice as an artist he has taught art and design for forty years in in colleges and universities.
Surprisingly enough though, “Anschauungen” will be Douglas Allsop’s first exhibition in Berlin. This also underlines dr. julius | ap’s specific profile, exclusively offering the public to see the sector of non-objective art. However, and like all artists in previous exhibitions of the gallery, Douglas Allsop’s takes an independent, individual and personal position in this field of contemporary art: “My work is located within the minimalist/modernist tradition but is also informed by [and in part acts as a response to] a number of other discourses, most importantly photography, cinema, typography, engineering/architectural detail and product design. My critical concerns lie with vision and visuality – light, colour, visual interferences such as masking, screening, editing, obscuring and distorting.”
In the words of Allison Green, art historian and critic, “These works confound critical approaches to contemporary art practices based in recent art history; they’re not Minimalism, not a Duchampian intervention into art’s institutions, not a revival of Constructivism or geometric abstraction, not a Pop-related embrace of consumerism. In a sense, Allsop’s works are the products of a very old set of questions – like how do we perceive and can we trust what we see? – embodied in a relatively new set of materials and contexts. They offer a concentrated visual experience, but [...] they also insist that this experience is mediated by the specifics of the place where they are sited.”2

1 Douglas Allsop in an interview with Nickolas Lambrianou, writer and art historian. From: Douglas Allsop – blind screen [exh. cat.]. Bergisch Gladbach, 2008, p. 18
2 From: Douglas Allsop at Kettle’s Yard [exh. cat.]. Cambridge, 2004, p. 16

Douglas Allsop - Anschauungen

Opening Thursday, September 12, 2013, 7 – 10 p.m.
Exhibition through Saturday, October 19, 2013
Open Thu – Sat 3 – 7 p.m. and by appointment

 

dr. julius | ap
Leberstrasse 60
D–10829 Berlin
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse


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_ 12. September bis 19. Oktober 2013

Douglas Allsop - Anschauungen

Am kommenden Samstag, 19. Oktober 2013, wird die Ausstellung “Anschauungen” mit Arbeiten des britischen Künstlers Douglas Allsop zu Ende gehen. Der Titel bezieht sich auf das Interesse des Künstlers an Wahrnehmungsprozessen und der Interaktion des Betrachters mit seinen Arbeiten: “Ich bin von dem Gedanken fasziniert, dass uns die Oberfläche anschaut, während ich auf ihr eine Markierung setze. Mit anderen Worten: ich habe ein Interesse an Kommunikation. Es mag zwar unausgesprochen bleiben, doch an einer bestimmten Stelle wird man sich beim Betrachten bewusst, dass man ebenfalls betrachtet wird.“1
Allsops künstlerische Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit Reflexion, Repetition und serieller Entwicklung. Mit ausgesuchten Materialien und geometrischen Formen entwickelt er ortsspezifische Arbeiten, die in Beziehung mit dem sie umgebenden Raum treten, wobei er diese Beziehung zwischen Arbeit und Raum als einen Prozess begreift, der entweder eingreifend, verändernd, einfassend oder abschirmend auf die architektonische Umgebung wirkt. Er betont, dass ihn “Fragen des Raums, der Reflexion, Symmetrie, Geometrie und Repetition […] seit vielen Jahren beschäftigen. Ich entwickle Installationen, die mit dem architektonischen Raum und seiner spezifischen Örtlichkeit interagieren, wobei ich mit minimalen Formen arbeite. Um dies jeweils zu erreichen, verwende ich unterschiedliche Mittel, zuletzt gegossenes Acryl [in der ‘Reflective Editor’-Serie], konstruierte Raumteilungen [in der ‘Blind Screen’-Serie] oder Fotografie [in der ‘Fast Surface’-Serie].”
So eröffnet er dem Zuschauer einzigartige Gelegenheiten, seine persönliche Wahrnehmung des Kunstwerks, des umgebenden Raums und des Prozesses des Betrachtens an sich sehr bewusst zu erleben. “Mein Ansatz ist es immer, die Installation im Vorfeld durch architektonische Konstruktionszeichnungen des tatsächlichen Raums zu entwerfen. In diesem Sinne ist das Entwerfen der Ausstellung ein integraler Teil der Arbeit selbst. Nicht nur die Positionierung der Werke im Verhältnis zueinander, sondern auch die Art und Weise, in der sie den “realen” Raum reflektieren, in ihn eingreifen und ihn zerteilen ist von größter Bedeutung für mich.“
Allsop hat seit den 1960er Jahren vielfach in ganz Europa ausgestellt, mit besonderen Schwerpunkten in Deutschland. Durch Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen, Stiftungen und Galerien hat seine Arbeit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten. Herauszustellen ist u.a. eine große Retrospektive, die gleichzeitig in zwei Museen, dem Städtischen Museum Gelsenkirchen und dem Emschertal Museum Herne, im Jahr 2001 zu sehen war. Neben seiner Tätigkeit als Künstler hat Allsop vierzig Jahre lang Kunst und Design an Hochschulen und Universitäten gelehrt.
Insofern ist es umso erstaunlicher, dass “Anschauungen” Douglas Allsops erste Ausstellung in Berlin sein wird. Dies unterstreicht gleichzeitig das spezifische Profil von dr. julius | ap als der einzigen Berliner Galerie, die ausschließlich auf dem Sektor der gegenstandslosen Kunst arbeitet. Dabei nimmt Douglas Allsop, wie auch alle Künstler in früheren Ausstellungen der Galerie, in diesem Bereich der zeitgenössischen Kunst eine unabhängige, individuelle und persönliche Position ein: “Meine Arbeit kommt aus der minimalistisch/modernistischen Tradition [und ist in Teilen auch eine Antwort darauf], sie steht jedoch auch in einer Reihe anderer Diskurse, vor allem denjenigen der Fotografie, des Kinos, der Typografie oder der Entwicklung des architektonischen und ingenieurgemäßen Details bzw. des Produktdesigns. Meine eigenen kritischen Fragestellungen beziehen sich auf das Sehen und die Sichtbarkeit an sich – auf Licht und Farbe oder auf visuelle Störungen wie Maskierungen, Abschirmungen, Eingriffe, Verschleierungen und Verzerrungen”.
Die britische Kunsthistorikerin und Kunstkritikerin Allison Green schreibt dazu: “Diese Arbeiten verwischen die Fundamente kritischer Ansätze der zeitgenössischen Kunstpraxis und der jüngeren Kunstgeschichte; sie sind kein Minimalismus, keine Duchamps-artigen Eingriffe in den Kunstbetrieb, keine Wiederbelebung des Konstruktivismus oder der geometrischen Abstraktion und auch keine konsumistische Umarmung der Pop-Kultur. In gewissem Sinne sind Allsops Werke Ergebnisse einer Auseinandersetzung mit einer Reihe sehr alter Fragen - wie etwa denjenigen nach der Beschaffenheit unserer Wahrnehmung oder danach, in wie weit wir dem, was wir sehen, vertrauen können – und das in Gestalt relativ neuer Materialien und Kontexten. Sie eröffnen eine konzentrierte visuelle Erfahrung, aber [...] sie unterstreichen auch, dass solche Erfahrungen jeweils durch die Besonderheiten des Ortes, an dem sie stattfinden, bestimmt werden.”2

1 Douglas Allsop in einem Interview mit Nickolas Lambrianou, Autor und Kunsthistoriker in: Douglas Allsop – blind screen [Ausst.-Kat.]. Bergisch Gladbach, 2008, S. 18
2 Aus: Douglas Allsop at Kettle’s Yard [Ausst.-Kat.]. Cambridge, 2004, S. 16

Douglas Allsop - Anschauungen

Eröffnung Donnerstag, 12. September 2013, 19–22 h
Ausstellung bis Samstag, 19. Oktober 2013
Geöffnet Do – Sa 15 – 19 Uhr sowie nach Absprache

 

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin
S-Bahn Südkreuz + Julius-Leber-Brücke, Bus 106 + 204 bis Leuthener Straße

 

Deutsche Fassung weiter unten

_ September 19 through 22, 2013

Ray Malone - Solo presentation at PREVIEW BERLIN art fairΛ top

"perhaps there is no better time for the reduced, for the minimal, almost for the miniscule – for the discrete, the nearly silent, the barely discernible, for the lightest of gestures, the most modest of marks – for an art dedicated to the possibility of intimacy, away from the noise and the clutter – even in the very midst of it”

These words of Ray Malone’s open the chapter “remarks” in his latest catalogue published on the occasion of his solo exhibition at the Berlin Mies van der Rohe Haus in 2012. And they are indeed remarkable, especially in the context of an art fair as part of the Berlin art week. Looking at Malone’s reductive and minimal paintings and drawings, it becomes obvious that they are concerned with issues such as the rules of proportion, the definition of two–dimensional space, as well as engaging with musical forms and concepts, such as rhythm, composition, choreography, and that, in addressing fundamental questions of art itself, they are not in the least insignificant, but are particularly valid in contemporary art today – the more so, when the results are of such distinctive subtlety and an engagingly convincing aesthetic.

 

Ray Malone - ohne Titel 34

Ray Malone - ohne Titel 34, 2013. Paper, charcoal, photo cardboard, 32,5 x 42,5 cm


In 2008, dr. julius | ap presented its programme of New Concrete + Architecture for the first time at an art fair: the 5. Berliner Kunstsalon. Five years on and eight art fairs later – in Cologne, Amsterdam and Basel – the gallery returns to its home city with Ray Malone’s solo presentation at PREVIEW BERLIN.
In the interim, the venue in Schoeneberg’s Rote Insel has established a distinctive profile for showing non–objective art and dealing with architectonic and space–related issues, has gained, in the relevant circles, an international reputation, and continues to work on the gallery’s particular interests – beyond all the trendy fashions and art market hysteria, or, in Malone’s words: “away from the noise and the clutter – even in the very midst of it”.

In displaying the solo presentation of Ray Malone’s work at PREVIEW BERLIN art fair, dr. julius | ap is pleased to represent its position within the contemporary art landscape.


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Opening reception:
Thursday, September 19, 2013, 6–10 pm

Professional preview:
Thursday, September 19, 2013
2–6 pm [by invitation only]

Opening hours:
Friday, September 20 until Saturday, September 21, 2013, daily 1–8 pm
Sunday, September 22, 2013, 11 am – 6 pm

Location:
Opernwerkstätten Berlin
Zinnowitzer Straße 9
10115 Berlin

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Ray Malone - Solopräsentation auf der PREVIEW BERLIN art fair Λ top

„es gibt vielleicht keine bessere Zeit als die heutige für das Reduzierte, für das Winzige, das Unbedeutende – für das Diskrete, oder nahezu Lautlose, kaum Wahrnehmbare – für die leichtesten Gesten, die bescheidensten Markierungen – für eine Kunst, die der Möglichkeit der Intimität gewidmet ist, abseits des Lärms, des Wirrwarrs – sogar auch mitten in alldem“

Mit diesen Worten beginnt Ray Malone den Abschnitt „Bemerkungen“ in seinem jüngsten Katalog, der anlässlich einer Einzelausstellung im Berliner Mies van der Rohe Haus 2012 erschienen ist. Und bemerkenswert sind sie in der Tat, insbesondere in Zusammenhang mit einer Kunstmesse während der Berlin art week. Doch betrachtet man Malones reduktive und minimale Bilder und Zeichnungen wird schnell klar, dass seine Themen, etwa die Regeln der Proportion und die Definition von Raum im Zweidimensionalen oder die Auseinandersetzung mit Kategorien des Musikalischen wie Rhythmus, Komposition oder Choreografie, so, wie sie als grundlegende künstlerische Fragen behandelt werden, keineswegs unbedeutend sind, sondern auch gerade heute ihre Berechtigung in der zeitgenössischen Kunst haben. Insbesondere, wenn die Ergebnisse von einer solch ausgeprägten Feinheit und einnehmend überzeugender Ästhetik geprägt sind wie die Arbeiten von Ray Malone.

 

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Ray Malone – Passacaglia XXV, 2010. Farbstift auf Papier, 41 x 61 cm

 

2008 hat dr. julius | ap auf dem 5. Berliner Kunstsalon sein Programm, exklusiv Neue Konkrete + Architektur auszustellen, erstmals einem Messepublikum vorgestellt. Mit der Solopräsentation von Ray Malone auf der PREVIEW BERLIN art fair nimmt die Galerie nun, fünf Jahre und acht Messeauftritte in Köln, Amsterdam und Basel später, erstmals wieder in ihrer Heimatstadt an einer Kunstmesse teil. In dem dazwischen liegenden Zeitraum ist es gelungen, das Profil ausschließlich ungegenständlicher Kunst und architektonisch–raumbezogener Themen am Galeriestandort auf der Roten Insel in Schöneberg zu etablieren, dabei in fachlich relevanten Kreisen internationale Reputation zu erlangen und jenseits trendiger Moden und hektischer Kunstmarkthysterien durchgängig, ernsthaft und konsequent an den eigenen Themen zu arbeiten – „abseits des Lärms, des Wirrwarrs – sogar auch mitten in alldem“, um es mit Malones Worten auszudrücken.

Anhand der Solopräsentation von Ray Malone auf der PREVIEW BERLIN art fair freut sich dr. julius | ap darauf, seine Position in der zeitgenössischen Kunstlandschaft zu vertreten.

 


Logo_Preview 19.–22.9.2013

Eröffnung:
Donnerstag, 19. September 2013
18–22 Uhr

Professional Preview:
Donnerstag, 19. September 2013
14–18 Uhr [nur mit Einladung]

Öffnungszeiten:
Freitag, 20. September bis Samstag, 21. September 2013, 13–20 Uhr
Sonntag, 22. September 2013, 11 – 18 Uhr

Veranstaltungsort:
Opernwerkstätten Berlin
Zinnowitzer Straße 9
10115 Berlin

Anfahrt:
S-Bahn: S1, S2, S25 [Nordbahnhof]
U-Bahn: U6 [Naturkundemuseum]
Tram: M6 [Naturkundemuseum], M8, M10 [Nordbahnhof]
Bus: 245, N40 [Naturkundemuseum+ Nordbahnhof], 247 [Nordbahnhof], N6 [Naturkundemuseum]

 

June 26 through September 2, 2013 Λ top

Criss Cross Straight Across

Gilbert Hsiao
Don Voisine

Two American abstract painters

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German version below

dr. julius | ap is pleased to announce the opening of “Criss Cross Straight Across” featuring the work of Don Voisine and Gilbert Hsiao, two painters from Brooklyn, New York. The title refers to structural and visual characteristics found in the works of both. The exhibition opens on June 27 and runs through August 17, 2013.

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Don Voisine’s paintings are characterized by the use of central rectangular or square expanses of black bordered by narrower bands of bright colors or white. Paint surfaces are smooth but not entirely uniform, as the artist plays with transparency and opacity by varying the densities of paint within the geometries of his picture plane. While there is a sense of subtle movement and passage within his work, Voisine creates a contained pictorial field while also emphasizing the object quality of the paintings.
As Roberta Smith noted in her recent New York Times review of his latest show in NY at McKenzie Fine Art, “Voisine’s dark geometries enact telling dramas of texture, shape, symmetry, color, edge and light — in effect, all of painting’s grand illusions — especially when given your undivided attention.”
Don Voisine has been exhibiting his work nationally and internationally since the 1970s. Recent exhibitions include group shows at the National Academy Museum in New York, the Crocker Art Museum in Sacramento, CA, the Hôtel de Sauroy in Paris and Galerie Lindner in Vienna, as well as solo exhibitions at Alejandra von Hartz Gallery in Miami and Gregory Lind Gallery in San Francisco. He has been involved with dr. julius | ap since his participation in the international group show “FutureShock OneTwo” in 2012.

 

Don Voisine - 'untitled' oil on wood 12 sq.[30.5 cm sq.]

 

 

 

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Gilbert Hsiao works with the physiological mechanism of sight which we all utilize to perceive the external world.
He makes work that, although physically static, appears to move between different kinds of space that have duration and, at times, speed. Raw experience takes the place of narrative, history, and interpretation. Recently his investigations have led to work presented in unconventional lighting situations and expanded scale.
Hsiao is currently in residence at the Marie Walsh Sharpe Art Foundation Space Program in Brooklyn and has been the recipient of a New York State Council on the Arts Fellowship. He has exhibited and is represented in collections in the United States, Europe, Asia, Australia and South America.
Exhibition venues include MOMA PS 1 [New York], Indianapolis Museum of Art, Contemporary Art Museum Houston, Mass MOCA [Massachusetts], White Columns [New York], Minus Space [Brooklyn], Gallerie Nara Roseler [Sao Paolo], IS Projects [Leiden], and Sydney Non Objective [Sydney]. “Criss Cross Straight Across” will be the second time he has been featured in an larger exhibition at dr julius | ap, following his solo show “Light Noise” from 2010.

 

Mural work by Gilbert Hsiao, 2013

 

 

 

 

Criss Cross Straight Across

Gilbert Hsiao
Don Voisine

Two American abstract painters

Opening Thursday, June 27, 2013, 7 – 10 p.m.
Exhibition through Saturday, August 17, 2013
Open Thu – Sat 3 – 7 p.m.
Extended through September 2, 2013 by appointment

 

dr. julius | ap
Leberstrasse 60
D–10829 Berlin
+49+30 243 743 49
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

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_ 26. Juni bis 2. September 2013 Λ top

Criss Cross Straight Across

Gilbert Hsiao
Don Voisine

Two American abstract painters

dr. julius | ap lädt herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Criss Cross Straight Across“ ein, in der Arbeiten der beiden New Yorker Maler Gilbert Hsiao und Don Voisine gezeigt werden. Der Titel, übersetzt etwa „Kreuz und quer geradeaus“, bezieht sich auf die strukturellen und optischen Charakteristika, die sich in den Werken beider Künstler finden lassen.

Don Voisines Bilder zeichnen sich durch die Verwendung von rechteckigen oder quadratischen schwarzen Farbflächen aus, die sich aus dem Zentrum der Bilder heraus entwickeln und von schmalen weißen bzw. Flächen in hellen Farben begrenzt werden. Die Farboberflächen sind dabei zwar sehr homogen, jedoch nicht vollkommen einheitlich, da der Künstler innerhalb der geometrischen Formen seiner Bilder mit deren Transparenz und Opazität mittels Variationen von Dichte und Farbauftrag spielt.
Neben einem subtilen Gefühl von Bewegung und sanftem Übergang innerhalb seiner Arbeiten gelingt es Voisine dabei, sowohl geschlossene Bildfelder zu schaffen als auch das Objekthafte seiner Gemälde herauszustellen.
Wie die renommierte amerikanische Kunstkritikerin und Expertin für Minimal Art Roberta Smith in ihrem Artikel zu seiner jüngsten Ausstellung bei McKenzie Fine Art in der New York Times anmerkt, „gelingt es Voisine mit seinen dunklen Geometrien Dramen von Textur, Form, Symmetrie, Farbe, Begrenzung und Licht zu erzählen – im Grunde also alle großen Illusionen der Malerei – speziell dann, wenn man diesen uneingeschränkte Aufmerksamkeit widmet.“
Don Voisine hat seit den 1970er Jahren vielfach auf nationaler und internationaler Ebene ausgestellt. Aktuelle Ausstellungen umfassen Beteiligungen in der National Academy Museum in New York, dem Crocker Art Museum in Sacramento, dem Hôtel de Sauroy in Paris, der Galerie Lindner in Wien, sowie Einzelausstellungen in der Alejandra von Hartz Gallery in Miami sowie der Gregory Lind Gallery in San Francisco. Mit dr. julius | ap ist er seit seiner Beteiligung an der internationalen Gruppenausstellung „FutureShock OneTwo“ von 2012 verbunden.

Gilbert Hsiao arbeitet mit den physiologischen Mechanismen des Sehens, durch die wir alle unsere Außenwelt wahrnehmen. Seine Arbeiten scheinen sich, obgleich an sich statisch, in verschiedenen Geschwindigkeiten und Zeiträumen sowie unterschiedlichen Arten von Räumlichkeit zu bewegen. Die reine Erfahrung der Wahrnehmung ersetzt für ihn Erzählung, Geschichte oder Interpretation. Seine neuesten künstlerischen Untersuchungen haben ihn dahin geführt, Arbeiten für unkonventionelle Beleuchtungssituationen und in erweiterten Größenverhältnissen zu entwickeln.
Hsiao ist derzeit Artist in Residenz der Marie Walsh Sharpe Art Foundation Space Program in Brooklyn und Stipendiat des New York State Council on the Arts. Er hat in den Vereinigten Staaten, Europa, Asien, Australien und Südamerika ausgestellt und ist dort auch in diversen Sammlungen vertreten.
Ausgewählte Ausstellungsorte umfassen etwa das MOMA PS 1 in New York, das Indianapolis Museum of Art, das Contemporary Art Museum in Houston, das Mass MOCA in Massachusetts, die White Columns New York, Minus Space in Brooklyn, die Galerie Nara Roseler in Sao Paolo, IS-Projects in Leiden/Niederlande und Sydney Non Objective in Sydney. „Criss Cross Straight Across“ ist nach der Einzelausstellung „Light Noise“ von 2010 seine zweite umfangreiche Ausstellung bei dr. julius | ap.


Criss Cross Straight Across

Gilbert Hsiao
Don Voisine

Two American abstract painters

Eröffnung Donnerstag, 27. Juni 2013, 19–22 h
Ausstellung bis Samstag, 17. August 2013
Geöffnet Do – Sa 15 - 19 Uhr
Verlängert bis 2. September 2013 nach Absprache

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin
S-Bahn Südkreuz + Julius-Leber-Brücke, Bus 106 + 204 bis Leuthener Straße

 

 

English version only

_ June 12 through 16, 2013 Λ top

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dr. julius | ap presents at the-solo-project art fair, Basel/Switzerland:

Stephan Ehrenhofer [AT] - Conceptual Concrete Art


s10SE_kilim

s10kilim k-0035 [detail], 2013. dyed wool, 180x230 cm

The key to understanding the inner relationships in all of Stephan Ehrenhofer’s artistic activities is to be found in his work in the master class for tapestry in the context of his art studies at the Academy for Applied Arts in Vienna. The engagement with the time-honoured techniques, handicraft characteristics and image-forming methods of tapestry-making, with the aim of carrying this form of expression over into contemporary art, determines – in all the multifaceted fields of his activity and the most diverse groups of work in nearly three decades of continuous artistic production – the basic repertoire of his creative searching. For him it is a question, according to a predetermined concept and its resulting plan, of giving form to the essence of his engagement: to create, using the most varied of materials, with their inherent connections and the combinations derived from them, works and groups of work, in whose respective manifestations his other themes, such as the interaction of colour and colour space, structures and systems, as well as their ruptures and contradictions, may be identified. This immediately implies that his works always evolve entirely out of themselves and their inner, conceptually developed logic, and hence are free of any trace of representation, of symbolism or expression.

 

 

Siegfried Kreitner [DE] - Minimal Kinetic Sculpture


s10SK_bodenarbeit

s10Bodenarbeit IV, 2012. Aluminium, coloured acrylic glass, neon system discharging blue, 4 electric motors, 4 Geneva drives, 43 x 43 x 33/36 cm

Siegfried Kreitner’s artistic exploration is based on the parameters of form, movement, time, space, and color, which has come to play an increasing role in his work. Kreitner builds steles, columns, cubes and, recently, flat squares and small cylinders from aluminum, stainless steel, Plexiglas, neon tubes and electric motors, which represent a complex system of mechanical movement based on geometric shapes. All of the shapes are based on mathematical forms such as the rectangle, square, or circle and exude exactness and precision.
Despite the positively dust-free execution of the technical constructions, which Siegfried Kreitner laboriously crafts on a lathe, the effect of his pieces is neither sterile nor cold. Kreitner combines a perfectly engineered use of precise geometric forms, cool neon light and minimal motion in sculptures which breathe with life despite the fact that they are by definition artificial.

Anjalie Chaubal, M.A.; Director of the City Gallery Cordonhaus Cham

dr. julius | ap @ the-solo-project
Booth A 9

St. Jakobshalle
Brüglingerstraße 19-21
CH-4052 BASEL
www.the-solo-project.com

Free tickets available. Please contact info@dr-julius.de

_ 23. Mai bis 22. Juni 2013 Λ top

bits and pieces

Wolfgang Berndt - Generative Grafik
Burchard Vossmann - Objekte + Collagen

 

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In der Ausstellung bits and pieces zeigt dr. julius | ap Generative Grafik von Wolfgang Berndt sowie Objekte und Collagen von Burchard Vossmann. Die gezeigten Arbeiten stehen sich dabei in Bezug auf ihre zu Grunde liegenden Entstehungsprozesse in deutlichem Gegensatz gegenüber: Während die mit selbst entwickelter Software erzeugten parametrischen Strukturen und Modulationen Berndts auf digitalem Weg erarbeitet und ausgegeben werden, fertigt Vossmann auf durch und durch analoge Weise serielle Reihungen aus unterschiedlichen, sorgsam ausgewählten Materialien seiner umfangreichen Sammlungen von Dingen des Alltags oder aus vielfältigen, maschinell zerkleinerten Druckerzeugnissen an.
In den beiden künstlerischen Grundhaltungen und Methoden zeigen sich jedoch auch Verwandtschaften und Nähen, insbesondere in der systematisch-strukturellen Arbeitsweise sowie den Bezügen und Fortschreibungen konzeptueller und minimaler Ansätze.


wb_1304.004, 2013


Wolfgang Berndt
ist nach mathematisch-technischer Ausbildung über die Stationen Software-Entwicklung, Grafik und Preprint zur Entwicklung eigener Software für algorithmische Bildgenerierung gelangt.
Zu seiner generativ erzeugten Kunst schreibt Hans-Christian von Herrmann, Professor an der TU Berlin mit Forschungsschwerpunkt in der Medien- und Wissenschaftsgeschichte der Künste: „Durch die Ausschaltung des Handwerklichen ist sie, was ihre Entstehung betrifft, ganz angewandte Mathematik. Sie ist daher, wenn sie gegenstandslos bleibt, auch nicht abstrakt, sondern vielmehr konkret – im Sinne reiner Konstruktion – und damit der Simulation näher als der Illusion. Gleichwohl kann sich der Betrachter in sie versenken, nun aber mit einem forschenden Blick, der verfolgt, wie Oberflächen strukturiert und aufgefächert werden oder auch architektonisch in den Raum zu treten scheinen. [...] Wolfgang Berndts Arbeiten sind daher immer auch so etwas wie kunstvolle Präparate. Als materielle Objekte machen sie zugleich etwas sichtbar, denn sie geben Einblick in das Spiel komplexer algorithmischer Prozesse, aus denen sie selbst hervorgegangen sind.“ 1

Wolfgang Berndt stellt seit 2008 regelmäßig bei dr. julius | ap aus und war seither bei den Messeauftritten der Galerie in Berlin, Köln, Amsterdam und Basel vertreten.

 

Abbildung:
Wolfgang Berndt - 1304.004, 2013. Pigmenttinte auf Baumwollpapier, 36x36 cm auf 60x60 cm

 

 

 

 

Blue-Red 15-11_2012, 56,3 x 57,8 x 1,6 cm


Burchard Vossmann
s „erstes Mittel für seine künstlerische Arbeit ist der genaue und geschulte Blick auf Dinge aus dem täglichen Umgang: Fahrscheine, Streichholz- und Zigarettenschachteln, Einwegfeuerzeuge, Bonbonpapiere, Verpackungen aller Art, Sammelbilder, Putzlappen etc. betrachtet er unter dem Blickwinkel ihrer gestalterischen Qualitäten. [...] Er sammelt beständig eine große Vielfalt solcher Materialien, die er ordnet, systematisiert und kategorisiert um sie anschließend in verschiedenen Werkgruppen zu verarbeiten. Hierfür nutzt er künstlerische Techniken und Methoden wie Reihen, Collagieren, Akkumulieren und serielles Montieren, um zumeist zweidimensionale und oft quadratische Material-Bilder zu erschaffen. [...] Systematisch geordnet werden dabei scheinbar immer gleiche Einzelelemente an einander gefügt, durch ihr direktes Nebeneinander aber vor allem deren feine Unterschiede herausgestellt. In diesen Arbeiten aus Reihen kleiner Dinge des täglichen Gebrauchs greift er auf etablierte Konzepte der Minimal Art zurück, um diese gleichzeitig in zeitgenössischer Erweiterung fortzuschreiben.“ 2

Burchard Vossmann war 2012 mit einem Beitrag an der internationalen Gruppenausstellung FutureShock OneTwo von
dr. julius | ap beteiligt und zeigt im Rahmen von bits and pieces erstmals eine größere Auswahl von Arbeiten in der Galerie.

 

Abbildung:
Burchard Vossmann - Blue-Red 15-11_2012, 56,3 x 57,8 x 1,6 cm

 

 

 

Q:
1 Hans-Christian von Herrmann: Generative Computergrafik. In: Wolfgang Berndt. Verfahren. Berlin [edition ROTE INSEL], 2012
2 Matthias Seidel: Serielles Montieren. In: Burchard Vossmann. Arbeiten 2002 – 2012. Berlin [edition ROTE INSEL], 2013. Neuerscheinung zu bits and pieces.

 

bits and pieces

Wolfgang Berndt - Generative Grafik
Burchard Vossmann - Objekte + Collagen

Eröffnung Donnerstag, 23. Mai 2013, 19–22 h
Ausstellung bis Samstag, 22. Juni 2013
Geöffnet Do – Sa 15 – 19 Uhr sowie nach Absprache

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin

S-Bahn Südkreuz + Julius-Leber-Brücke, Bus 106 + 204 bis Leuthener Straße

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_ May 23 through June 22, 2013 Λ top

bits and pieces

Wolfgang Berndt - Generative Graphics
Burchard Vossmann - Objects + Collages


The exhibition bits and pieces at dr. julius | ap brings together Wolfgang Berndt’s generative graphics with Burchard Vossmann’s objects and collages. The works shown here stand in stark contrast to each other in terms of creative process: while Berndt’s parametric structures and modulations, produced using software developed by the artist himself, are created digitally, Vossmann’s process is thoroughly analog—his works are serial arrangements of varied, carefully chosen materials from his vast collection of objects from daily life, or mechanically shredded pieces of printed matter.
There are nonethless relationships and proximities between the two artistic attitudes and methods—particularly in the systematic-structural processes and the ways both artists reference and update conceptual and minimalist approaches.

Wolfgang Berndt came to develop his own software for algorithmic image generation by way of mathematic and technical training, software development, graphic design, and preprint. Hans-Christian von Herrmann, Professor at TU Berlin with a research focus on history of media and science of the arts, writes on his work: “By removing the actual handicraft aspect from the creative process, the resulting artwork is subsequently pure applied mathematics. Thus an absence of a depiction of an object or objects in such a piece does not make it abstract but rather concrete in the sense that it is a pure construction, and therefore much more closely related to simulation than illusion. The viewer can still become immersed in such works by means of an investigative eye that tracks how surfaces are structured and compartmentalised or how they appear in an architectural sense within the work. When generative art is not depictive, this is not by virtue of the fact that it complies with certain prohibitive principles; but rather because the picture itself has become the object, requiring the viewer to track its compositional principles. [...] As such, Wolfgang Berndt’s works are therefore always artistic fabrications. At the same time, in their role as material objects they reveal something by providing insights into the interplay between the complex algorithmic processes from which they emerged.” 1

Wolfgang Berndt has been exhibiting at dr. julius | ap regularly since 2008, and has also been represented at the gallery’s art fair appearances in Berlin, Cologne, Amsterdam, and Basel.

Burchard Vossmann’s “art, on the other hand, begins by taking an exacting and trained look at just those day-to-day objects that we most tend to overlook: bus tickets, matchbooks, packs of cigarettes and disposable lighters, candy wrappers, packaging of all kinds, trading cards, cleaning rags, etc. Vossmann examines these objects for their creative qualities. [...] Vossmann is constantly collecting a variety of banal materials, which he orders, systematizes, and categorizes in order to use them later in various groups of work. To do so he employs various artistic techniques and methods, including sequencing, collage, accumulation, and serial mounting to create material images which are mostly two-dimensional and often square. [...] Systematically organized, seemingly identical individual elements are placed next to each other, which ultimately illuminates their subtle differences. These works, which consist of rows of small items from daily life, rely on established concepts of Minimal Art, while also updating and extending these concepts for a contemporary context.” 2

Vossmann has been involved with dr. julius | ap since his participation in the international group show FutureShock OneTwo in 2012. bits and pieces will mark the first time he has shown a larger collection of his work at the gallery.

1 Hans-Christian von Herrmann: Generative Computergrafik. In: Wolfgang Berndt. Verfahren. Berlin [edition ROTE INSEL], 2012
2 Matthias Seidel: Serielles Montieren. In: Burchard Vossmann. Arbeiten 2002 – 2012. Berlin [edition ROTE INSEL], 2013. New release on the occassion of bits and pieces.

 

bits and pieces


Wolfgang Berndt - Generative Graphics
Burchard Vossmann - Objects + Collages

Opening Thursday, May 23, 2013, 7 – 10 p.m.
Exhibition through Saturday, June 22, 2013
Open Thu – Sat 3 – 7 p.m. and by appointment

dr. julius | ap
Leberstrasse 60
D–10829 Berlin
+49+30 243 743 49
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

 

 

_ 11. April bis 18. Mai 2013Λ top

drj035

 

Ton Wellen Linien

Julius Stahl – Neue Arbeiten
Ray Malone – Zeichnungen

 

Mit der Ausstellung Ton Wellen Linien setzt dr. julius | ap sein Programm der Erneuerung und Erweiterung des Konkreten in der Kunst fort.

Julius Stahl ist als Klangkünstler bekannt geworden. Seine Arbeiten waren in renommierten Museen wie dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie [ZKM] Karlsruhe, auf bedeutenden Festivals wie der Ars Electronica Linz und der Transmediale Berlin oder Orten wie dem Festspielhaus Hellerau zu sehen und zu hören. Sein Zugang zu den bildenden Künsten entwickelte sich aus Perspektiven von Musik und Klang und damit der Zeitkunst.Im Laufe seiner Auseinandersetzung mit den Themen Klang und Bewegung „...von physikalischer Bewegung zur Bewegung zwischen den Sinnen. Interferenzen von Sinnesräumen, zwischen Sicht- und Hörbarem, ausgehend von Resonation...“, wie er selbst schreibt, hat ein eigener Arbeitsstrang in die Gestaltung bildnerischer Werke geführt. Julius Stahl bezieht seine Arbeiten aus elementaren Phänomenen des Akustischen, nämlich Schwingungen und Schallwellen, die uns als Ton, Geräusch oder schlicht Resonation begegnen. Im alltäglichen Erleben bleiben deren physische, form- und raumdefinierenden Eigenschaften in weiten Teilen außerhalb unseres Bewusstseins. In Stahls Arbeiten werden durch selbst entwickelte Verfahren Qualitäten des Gesamtkomplexes Klang transformiert und in Objekte und bildliche Formen überführt. Julius Stahl – 1 / I [aus PHONOGRAPHIEN], Ausschnitt, 2013. Kohlepapierzeichnung auf Papier, 21 x 21 cm„Akustische Ausgangsmaterialien sind dabei Sinuston und weißes Rauschen. Der Sinuston enthält die Vorstellung von Bewegung bereits in seiner Beschreibung. Im Kontrast dazu steht das weiße Rauschen. Es umfasst den gesamten für den Menschen hörbaren Frequenzbereich in nahezu gleicher Zeit... .“ schreibt der Künstler dazu. Mit von ihm selbst entwickelten bildgebenden Methoden und Verfahren erarbeitet Julius Stahl Klang-Objekte, die sich an Grenzen der akustischen Wahrnehmung bewegen, sowie Phonographien und Photogramme, die Schwingungszustände und deren Ausformungen festzuhalten suchen:
„Während bei den Photogrammen der reine Ton im Vordergrund steht, wird dieser in den Graphiken über das Zeichenverfahren zum Geräusch.“ Darin zeigen sich Ergebnisse von Prozessen physischer Wirkweisen von Klang, die künstlerisch abgebildet und dargestellt werden. So erschafft Julius Stahl mithilfe von Instrumenten und Apparaten zur Aufzeichnung modulierter Schwingungen bisher ungesehene und innovative Kunstwerke.
Dies ist, etwa in Bezug auf die fundamentalen physikalischen Phänomene als übergeordnetem Thema und Inhalt, ganz im Sinne einer Neuen Konkreten, die weiter zu definieren und zu entwickeln sich dr. julius | ap zur Aufgabe gemacht hat.

Julius Stahl – 1 / I [aus PHONOGRAPHIEN], Ausschnitt, 2013. Kohlepapierzeichnung auf Papier, 21 x 21 cm

Die Ausstellung bringt neue Arbeiten aus dieser Beschäftigung in der Galerie zusammen und setzt sie in Beziehung zu einander und dem umgebenden architektonischen Raum.

Ray Malones Zeichnungen bilden darin ein dialogisch gegenüberliegendes Gegenstück zu den Arbeiten von Julius Stahl. Die aus unterschiedlichen Serien von Malones Schaffen zusammengestellten Blätter beziehen sich inhaltlich direkt auf Begriffe und Kategorien des Musikalischen, wie etwa den Rhythmus, die Komposition, das Choreografische etc. Ray Malone – Passacaglia XXV, 2010. Farbstift auf Papier, 41 x 61 cmIn Synthese mit grundlegenden Themen, wie den Regeln der Proportion oder der Definition von Raum im Zweidimensionalen, zeigen die Arbeiten seine persönliche Annäherung an diese Fragen. Ray Malone setzt sich dabei stets sowohl künstlerisch als auch gedanklich und verbal mit den Eigenarten der Linie an sich auseinander.
Ergänzend schreibt er beispielsweise: „man könnte sagen, dass eine Linie etwa den Charakter einer Note hat — die Aufgabe des Künstlers besteht darin, die Einzigartigkeit der Linie sichtbar zu machen, so wie ein Komponist eine Note erklingen lässt — so unkompliziert ist das!“ Und weiter: „eine Linie, dann ein Zwischenraum, eine andere Linie, dann ein anderer Zwischenraum, und natürlich eine weitere Linie, um den Zwischenraum zu erklären — und so weiter und so fort — so entsteht ein Rhythmus, das einfache Setzen einer Linie nach der anderen, so dass das Papier widerhallt — hier ist nichts weiteres zu tun“ [aus: Ray Malone – Zwischenraum. Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Mies van der Rohe Haus, Berlin 2012, S. 40. u. 42].
Die zeichnerische Arbeit als solche wird so zum Ausgangspunkt einer ernsthaften und konzentrierten Auseinandersetzung mit Inhalten und Formen des Konkreten, die diese in ästhetisch höchst ansprechender Weise zugleich auf dem Papier festhalten als sie auch reflektieren.

Ray Malone – Passacaglia XXV, 2010. Farbstift auf Papier, 41 x 61 cm


Beide Künstler gemeinsam auszustellen bildet den Auftakt einer Reihe von Duo-Ausstellungen, die die räumlichen, künstlerischen und inhaltlichen Möglichkeiten des Programms von dr. julius | ap zu erweitern anstrebt.


Ton Wellen Linien
Julius Stahl – Neue Arbeiten
Ray Malone – Zeichnungen

Eröffnung Donnerstag, 11. April 2013, 19–22 h
Ausstellung bis Samstag, 18. Mai 2013
Geöffnet Do – Sa 15 – 19 Uhr sowie nach Absprache

dr. julius | ap
Leberstraße 60
10829 Berlin
S-Bahn Südkreuz + Julius-Leber-Brücke, Bus 106 + 204 bis Leuthener Straße

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_ Opening Thursday, April 11, 2013, 7 - 10 p.m.

Ton Wellen Linien Λ top

Julius Stahl – New work
Ray Malone – Drawings

The exhibition Ton Wellen Linien continues dr. julius | ap’s programme dedicated to the renewal and extension of the concrete in art.

Julius Stahl is well known as a Sound artist. His work has been seen, and heard, in renowned museums such as the Centre for Art and Media Technology [ZKM] in Karlsruhe, at significant festivals such as Ars Electronica in Linz, and Transmediale Berlin, as well as in such locations as the Festspielhaus in Hellerau. His way into the visual arts developed out of perspectives in music and sound and thus time-based art. As he himself writes, his engagement with sound and movement “… from physical movement to movement between the senses. Interferences in sensory spaces, between the visible and the audible, based on resonance …”, has led to a particular strain of pictorial work. In his work Julius Stahl draws on fundamental acoustic phenomena, in particular oscillations and sound waves, which we experience as tones, noise or simple resonances. In everyday experience their physical, form- and space-defining properties remain for the most part beyond our field of awareness. In Stahl’s work, using self-developed procedures, the characteristics of the whole complex of sound are transformed and translated into objects and pictorial forms. “The acoustic raw materials,” the artist writes, “are the sinus tone and white noise. By definition the sinus tone already contains the idea of motion. White noise is in direct contrast. It encompasses almost simultaneously the entire range of audible frequencies.” Using imaging methods and procedures of his own devising, Stahl develops sound objects, which operate at the borders of what is acoustically perceptible, as well as phonographs and photogrammes, which attempt to capture vibrations and their forms.” While the pure tone is paramount in the photogrammes, in the process of drawing the graphic works the tone becomes noise.” What is to be seen are the results of processes in the physical operation of sound artistically depicted and presented. In this way, with the help of instruments and apparatuses for recording modulations in oscillation, Julius Stahl creates previously unseen and innovative work. Work which is, for example in taking fundamental physical phenomena as its predominant theme and content, entirely in keeping with the concept of “new concrete art”, which dr. julius | ap is dedicated to further defining and developing.

The exhibition brings new works from this pre-occupation together in the gallery and sets them in relation to each other and the surrounding architectural space.

Ray Malone’s drawings provide a dialogue, a complementary counterpoint to Julius Stahl’s work. The assembled works taken from Malone’s various series relate directly in their content to musical terms and categories, such as rhythm, composition, choreography, and so on. In synthesis with fundamental themes, such as rules of proportion or the definition of space in two dimensions, the works demonstrate his personal approach to these questions. Ray Malone engages both artistically and intellectually and verbally with the characteristics of the line in itself.
In elaboration, for instance, he writes: “a line might be said to have the same character as a note, simply by being singular and incomparable—the task of the artist is to make the line visible, of the composer to let the tone be heard—it is no more, no less, complicated than that!”1 And further: “a line, then a space, another line, and then another space, and of course a further line to declare the space—and so on—so, a rhythm begins, a simple placing, one after the other, and the paper as it were resonates—there’s nothing more to be done”2 [1 Ray Malone – Zwischenraum. Catalogue of the exhibition of the same name in the Mies van der Rohe Haus, Berlin 2012, p. 40. 2 ibid., p. 42]

The work of drawing in itself becomes the point of departure for a serious and concentrated examination of the form and the content of the concrete, which the work not only records in an aesthetically highly pleasing way but also reflects.

Showing both artists together inaugurates a series of duo exhibitions aiming to extend the content and the spatial and artistic possibilities of the gallery’s programme.

 

Ton Wellen Linien
Julius Stahl – New work
Ray Malone – Drawings

Opening Thursday, April 11, 2013, 7 – 10 p.m.
Exhibition through Saturday, May 18, 2013
Open Thu – Sat 3 – 7 p.m. and by appointment

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Leberstrasse 60
D–10829 Berlin
+49+30 243 743 49
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

www.dr-julius.de
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_ 20. Februar bis 30. März 2013 Λ top

VICE VERSA I - Fünf Künstler der Galerie Lindner Wien bei dr. julius | ap


Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Hans Jörg Glattfelder, Andrea Maria Krenn, David Rabinowitch


Das Ausstellungsjahr 2013 beginnt bei dr. julius | ap mit einer Galerien-Kooperation: Fünf Künstler der Galerie Lindner Wien werden ab 7. Februar in Berlin zu sehen sein.

Die Berliner Ausstellung versammelt, dem programmatischen Schwerpunkt der Galerien entsprechend, Künstler des nicht-gegenständlichen, reduktiven bzw. konkreten Feldes der bildenden Kunst.

Bruch_3_Tore
Für Hellmut Bruch sind die zentralen Themen seiner Arbeiten das Licht und Proportionen, die sich aus Naturgesetzlichkeiten ableiten und in „offenen Formen“ Gestalt annehmen.Seine Werke nehmen Bezug auf das Licht als „offenes Medium“, auf die Gravitation sowie auf die Fibonacci-Folge bzw. auf den „Goldenen Schnitt“. Da die Kunst von Hellmut Bruch von der Realität des Immateriellen ausgeht, sind seine Plastiken und Skulpturen keine reduzierten Abbildungen oder Abstraktionen des Sichtbaren, sondern folgen jenen Voraussetzungen, die der materiellen Welt Gestalt geben und sie prägen. Die so entstehenden „Offenen Formen“ bauen auf universale Konstanten und streben in Richtung der Unendlichkeit.[1]

Hellmut Bruch [www.hellmutbruch.com/ www.artfacts.net/de/kuenstler/hellmut-bruch-1958/profil.html]
*1936 in Hall in Tirol/AT, lebt und arbeitet dort
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Belgien, Brasilien, Kanada, Deutschland, England, Estland, Frankreich, Holland, Italien, Israel, Japan, Korea, Litauen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Süd-Afrika, Ungarn und USA.
Auszeichnungen und TV-Dokumentationen.
Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Brasilien, Canada, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, Japan, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowenien, Südafrika, Ungarn und USA.

3 Tore Doppelprogression, 2009, oranges fluoriszierendes Acrylglas, Prototyp, 50 x 50 x 0,3 cm

 

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Die Arbeiten von Gerhard Frömel [*1941] gehören der sich auf einige wesentliche Formen und Inhalte reduzierenden konkreten Kunst an. Sein künstlerischer Weg führt vom Bild zum Objekt und zur Rauminstallation.Frömels Schaffen ist künstlerischer Ausdruck seines Suchens nach einer neuen Lebensqualität durch Begegnung – nach dem Verbindenden in der scheinbaren Unübersichtlichkeit oder Fremdheit. Speziell seine Objekte und Rauminstallationen beziehen in diese Suche in starkem Maße den Betrachter mit ein – sie fordern seine Konzentration. Durch Überlagerung räumlich getrennter, jedoch miteinander kommunizierender Einzelteile ergibt sich die künstlerische Absicht – der formale Zusammenhang. ... ”[2]

Gerhard Frömel [www.galerie-lindner.at/kuenstler_froemel.html www.artfacts.net/de/kuenstler/gerhard-fromel-24437/profil.html]
*1941 in Grieskirchen/AT, lebt und arbeitet in Wolfsegg am Hausruck/AT
1955 – 1959 Schildermalerlehre
1965 – 1969 Gebrauchsgrafikstudium bei Prof. Erich Buchegger an der Kunstschule der Stadt Linz
1975 – 2003 Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Linz
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland, Polen und der Schweiz, Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen


Raumkörper Berlin, 3 parts, [Section] 2013, aluminum / acrylic paint, 3 x 21 x 32 x 5 cm

 

HJG_PermutationDas künstlerische Werk von Hans Jörg Glattfelder [*1939], der mit strengen, geometrischen Elementen arbeitet, steht auf den ersten Blick in der Tradition der Zürcher Konkreten, wenngleich er in seiner Hinwendung an das Phänomen des Raumes über diese hinaus geht. Der Kunsttheoretiker Hans Heinz Holz spricht in diesem Zusammenhang davon, dass mit Glattfelder „die konstruktivistische Kunst in eine sichtbar neue Phase eingetreten ist“, da dieser als einer der ersten versucht habe, die komplexen Raumvorstellungen der modernen Physik auf die konstruktive Kunst zu übertragen. Dabei wird der rechte Winkel, der in der konstruktiven Tradition stets von größter Bedeutung war, zugunsten neuer – von Glattfelder „nichteuklidisch“ genannter – Strukturen aufgegeben.[3]

Hans Jörg Glattfelder [www.glattfelder.eu/ www.artfacts.net/de/kuenstler/hans-jorg-glattfelder-893/profil.html]
*1939 in Zürich/CH, lebt und arbeitet in Paris/FR
Universitätsstudium der Kunstgeschichte, Jura und Archäologie, 1963 Niederlassung in Florenz, 1970 Übersiedlung nach Mailand, 1987 Camille-Graeser-Preis, Zürich, 1990 Atelier in New York als Stipendiat der Stadt Zürich, 1998 Übersiedlung nach Paris
Zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

Permutation, coupures et direction, 2012, Acryl/Textil auf Holzkonstruktion, 75 x 100 cm

 

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Malerei und Objekt bzw. raumbezogene Arbeiten sind die zentralen Medien der Künstlerin Andrea Maria Krenn [*1974]: Obwohl man die klassische „Tafelbildmalerei” in ihrem Werk nicht findet, ist die Malerei doch sehr wichtig für sie – gerade dort, wo es um die Schnittstelle zwischen dem Zwei- und Dreidimensionalen geht und sich im Bild ein Bildraum öffnet bzw. der Bildträger samt Bild zum Objekt wird. So ist insbesondere ein Aspekt entscheidend und symptomatisch für ihr Schaffen: Der Raum in all seinen Facetten. [4]

 

Andrea Maria Krenn [www.andreamariakrenn.net/ www.artfacts.net/de/kuenstler/andrea-maria-krenn-148384/profil.html]
*1974 geboren in Hutthurm/DE, lebt und arbeitet in Wien/AT
1996 – 1999 Keramikfachschule Landshut/DE
1999 – 2004 Kunstuniversität Linz/AT, Malereiklasse Prof. Ursula Hübner
2004 – 2005 Akademie der bildenden Künste, Wien/AT, Textuelle Bildhauerei, Prof. Heimo Zobernig
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland und der Slowakei
Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

 

 

 

112,5 cm² um das vergessen zu vermeiden, 2007, Papier geknickt, 50 x 50 cm

 

 

DR_Altan_RuteDavid Rabinowitch [*1943] ist als Bildhauer bekannt geworden. Immer schon war ihm auch die Zeichnung ein besonderes Anliegen. So gibt es einen Zyklus von Zeichnungen romanischer Kirchen und einen im Jahr 1972 entstandenen von Bäumen im Central Park. Über die in den Jahren 2002 bis 2004 entstandene Altan Group, die aus drei Mappen mit insgesamt 13 handgedruckten Holzschnitten auf Japanpapier besteht, schreibt Georg Imdahl: „Es liegt auf der Hand, dass sich die Gattung Holzschnitt naturgemäß an dem Gegenstand Baum besonders glaubwürdig einsetzen lässt. Was man in diesen Blättern wohl zuerst sieht, ist die Schönheit von Farbe und Licht. Offensichtlich ist der Anspruch in den Blättern der ‘Altan Group’, im Unterschied zu den Sakralbauten nun ausdrücklich kontingente Ordnungen der Welt zum Ausgangspunkt zu nehmen für Ordnungen, die sich auf der Fläche formulieren lassen. Spontan kann man in manchen dieser Blätter Umrisse, Formen, Figurationen ausmachen, die man so oder ähnlich auch in den Bodenskulpturen antreffen könnte. Es bereitet wenig Mühe, sich etwas eingehender in diese Blätter einzusehen, so dass man das Motiv ‘Baum’ alsbald übersieht.” [5]

David Rabinowitch [www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html www.artfacts.net/de/kuenstler/david-rabinowitch-2947/profil.html]

*1943 in Toronto/CA, lebt in New York/US
Studium der Naturwissenschaften und englischen Literatur an der Universität von West-Ontario/CA
1974-75 Lehrtätigkeit an der Yale Universität, New Haven/US
1984-2007 Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Kunst-akademie Düsseldorf/DE
Zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen in bedeutenden Museen und Galerien
Teilnehmer der documenta 6, 7 und 8

 

 

Altan Ruthe, 2004, Holzschnitt auf Japanpapier, 13/35, 3 x 69 x 50 cm

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Im Gegenzug werden ab 20. Februar 2013 in der Galerie Lindner Wien acht Künstler aus der Ausstellung
FutureShock OneTwo
von dr. julius | ap gezeigt werden.

Ray Malone, Henriëtte van ’t Hoog, Don Voisine, Wolfgang Berndt, Anette Haas, Stephan Ehrenhofer, Tim Stapel, Guido Winkler

 

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Ray Malone, Henriëtte van ’t Hoog, Don Voisine, Wolfgang Berndt, Anette Haas, Stephan Ehrenhofer, Guido Winkler, Tim Stapel

Eröffnung Mittwoch, 20. Februar 2013, 19 – 21 Uhr
Ausstellung bis 29. März 2013
DI – FR 14 – 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

GALERIE LINDNER WIEN
Schmalzhofgasse 13/3
A-1060 Wien
T+F +43 1 913 44 58
M +43 676 601 13 22
galerie.lindner@chello.at
www.galerie-lindner.at

 

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_ February 20 through March 30, 2013 Λ top

VICE VERSA I

Five artists from Galerie Lindner Wien at dr. julius | ap

Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Hans Jörg Glattfelder, Andrea Maria Krenn, David Rabinowitch

2013 begins at dr. julius | ap with a collaboration between galleries: starting February 7, five artists from Vienna’s Galerie Lindner will be shown in Berlin. In return, eights artists from the dr. julius | ap exhibition FutureShock OneTwo will be housed in the rooms of the Vienna gallery.

The Berlin exhibition, in keeping with the programmatic focus of both galleries, brings together artists of non-representational, reductive/concrete visual art.

The central themes of Hellmut Bruch’s [*1936] works are light and proportions deduced from natural laws, which take shape in “open forms.” His works refer to light as an “open medium”; they refer to the Fibonacci series as well as the “golden mean.” Since Hellmut Bruch’s art assumes the reality of the immaterial, his sculptures are not reductive representations or abstractions of the visible. Rather, they proceed from the premises that form and shape the material world. The “open forms” thusly created build upon universal constants and strive towards infinity. [1]

Hellmut Bruch [www.hellmutbruch.com/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/1958/lang/1/]
*1936 in Hall in Tirol/AT, lives and works there
Numerous solo and group exhibitions in Belgium, Brazil, Canada, Germany, England, Estonia, France, Holland, Italy, Israel, Japan, Korea, Lithuania, Austria, Poland, Russia, Sweden, Switzerland, Slovakia, Slovenia, Spain, South-Africa, Hungary and the USA.
Awards and TV documentaries.
Works in public and private collections in Brazil, Canada, Germany, England, France, Holland, Italy, Japan, Austria, Poland, Sweden, Switzerland, Slovenia, South-Africa, Hungary and the USA.

The work of Gerhard Frömel [*1941] is “concrete art reduced to basic forms and content. His artistic path leads from image to object to room installation. Frömel’s work is the artistic expression of his search for a new quality of life through encounters—a search for links in what seems to be confusion or strangeness. To a great degree his objects and room installations specifically include the viewer in this search—they demand his concentration. Through the interaction and layering of spatially separate yet inter-communicating components, the artist’s vision results in a formal coherence…” [2]

Gerhard Frömel [www.galerie-lindner.at/kuenstler_froemel.html www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/24437/lang/1/]
*1941 in Grieskirchen/AT, lives and works in Wolfsegg am
Hausruck/AT
1955 – 1959 Sign painter teaching
1965 – 1969 Commercial art studies with Prof. Erich Buchegger at the Art School of the City of Linz/AT
1975 – 2003 Teaching at the Art University Linz
Numerous solo and group exhibitions in Austria, Germany, Poland and Switzerland
Works in public and private collections

The art of Hans Jörg Glattfelder [*1939], which works with strict geometric elements, at first seems to belong to the Zürich Concrete tradition, although his dedication to spatial phenomena extends beyond this. The art theorist Hans Heinz Holz remarks in this context that with Glattfelder “constructivist art enters a visually new phase,” and that he is among the first to attempt to express modern physics’ complex understanding of space through constructive art. In the process the right angle, which has always been important in the constructive tradition, is abandoned in favor of new structures which Glattfelder terms “non-euclidean.” [3]

Hans Jörg Glattfelder [www.glattfelder.eu/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/893/lang/1/]
*1939 in Zurich/CH, lives and works in Paris/FR
University studies in art history, law and archeology, moves to Florence in 1963, to Milan in 1970 e
1987 Camille-Graeser-Preis, Zurich
1988 moves to Ameno am Ortasee
1990 studio in New York on a scholarship of the city of Zurich.
1998 moves to Paris
Numerous international solo and group exhibitions
Works in public and private collections

Painting and object, or rather, spatially-oriented work is central to Andrea Maria Krenn’s [*1974] art: although classical “panel painting” is not to be found here, painting is nonetheless very important to her work—precisely when it deals with the interface between the two-dimensional and the three-dimensional, where space opens in an image, or when surface and painting together become an object. In this way, space, with its many facets, is the most decisive and symptomatic aspect of all her work. [4]

Andrea Maria Krenn [www.andreamariakrenn.net/ www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/148384/lang/1/]
*1974 in Hutthurm/DE, lives and works in Vienna/AT
1996 – 1999 Ceramic School Landshut/DE
1999 – 2004 Art University Linz/AT, painting class Prof. Ursula Hübner
2004 – 2005 Academy of Fine Arts, Vienna / AT, Textual Sculpture, Prof. Heimo Zobernig
Numerous solo and group exhibitions in Austria, Germany and Slovakia
Works in public and private collections

David Rabinowitch [*1943] has become well-known as a sculptor. Thus, he has always also been concerned with drawing—there is a cycle of drawings of Romanesque churches, and one of trees in Central Park, created in 1972. Georg Imdahl writes of the Altan [Balcony] Group, which consists of thirteen total hand-printed woodcuts on Japanese paper created in three sessions between 2002 and 2004, “It is obvious that the genre of the woodcut naturally lends itself particularly convincingly to the subject of a tree. What one first notices in these pieces is the beauty of light and color. It seems that the leaves of the “Altan Group,” in contrast to the sacred buildings, strive to take explicitly contingent arrangements of the world as sources for arrangements that can be expressed on a flat surface. One can spontaneously make out the kinds of contours, forms, and figurations that one might come across in the floor sculptures. It takes little effort to look at these leaves a bit more closely and see beyond the motif of “tree.””[5]

David Rabinowitch [www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/2947/lang/1/]
*1943 in Toronto/CA, lives and works New York/US
Study of natural sciences and English literature at the University of Western Ontario/CA
1974-75 Lecturer at Yale University, New Haven/US
1984-2007 Professor of sculpture at the National Art Academy Dusseldorf/DE
Numerous international solo and group exhibitions in renowned museums and galleries world-wide
Participant of documenta 6, 7 and 8

 

dr. julius | ap
Leberstrasse 60
10829 Berlin
+49+30 243 743 49
www.dr-julius.de
info@dr-julius.de
S-Bahn Suedkreuz + Julius-Leber-Bruecke, Bus 106 + 204 to Leuthener Strasse

 

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[1] see http://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Bruch
[2] Heidi Bierwisch, Erfurt
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_J%C3%B6rg_Glattfelder
[4] Galerie Lindner Wien
[5] www.galerie-lindner.at/kuenstler_rabinowitch.html

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In return, eights artists from the dr. julius | ap exhibition FutureShock OneTwo will be housed in the rooms of the Vienna gallery.

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Ray Malone, Henriëtte van ’t Hoog, Don Voisine, Wolfgang Berndt, Anette Haas, Stephan Ehrenhofer, Guido Winkler, Tim Stapel


Opening Wendesday,February 20,2013, 7 - 9 p.m.
Exhibition through March 29, 2013
Open Tuessday – Friday 2 - 6 p.m. and by appointment


Ausstellung bis 29. März 2013
DI – FR 14 – 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

GALERIE LINDNER WIEN
Schmalzhofgasse 13/3
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T+F +43 1 913 44 58
M +43 676 601 13 22
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